

Mit „Anatomical Theatre“ entsteht im Riphahnsaal des Kölnische Kunstverein ein Erfahrungsraum zwischen Ausstellung, Bühne und Gedankenexperiment. Die Ausstellung von Andreas Selg mit Fabienne Boldt und Emanuel Rossetti ist vom 4. September bis 13. Dezember 2026 zu sehen.
Der Titel verweist auf das historische anatomische Theater: einen Ort, an dem der menschliche Körper seziert und das Verborgene sichtbar gemacht wurde. Selg überträgt dieses Prinzip auf das Theater selbst. Statt klassischer Handlung oder Schauspiel rücken hier die Bestandteile des Bühnengeschehens in den Mittelpunkt: Raum, Requisite, Maske, Bühnenbild, Text und Atmosphäre.
Ein „Theater ohne Theater“ – oder genauer: ein Theater ohne Schauspiel. Die Ausstellung ergründet den Apparat des Theaters: vor, auf und hinter der Bühne. Ein offenes, szenisches Gefüge entsteht, in dem das Publikum selbst Teil der Bedeutungsbildung wird.
Inspiriert von postdramatischen Theaterformen und Bezügen zu Heiner Müller fragt „Anatomical Theatre“, wo Bühne endet und Erzählung beginnt.
Zuletzt abgerufen: 07.09.2026, 20:19
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