„Was heißt es überhaupt, mit Einstein zu denken? Es bedeutet, sich nicht mit dem Bequemen zufriedenzugeben, sondern den Blick auch dann nicht abzuwenden, wenn die Welt mal wieder anstrengend und unübersichtlich erscheint. Gerade dann bedeutet es, genauer hinzusehen.
Widersprüche werden so nicht vorschnell als bloße Irrtümer oder Fehler abgetan, sondern als produktive Spannungen aufgefasst, aus denen sich neue Denkansätze ergeben können.“ Albert Einstein revolutionierte nicht nur unser Verständnis des Universums.
Sein Genie lag auch in einem feinen Gespür für Spannungen, Widersprüche und Konflikte. Seine Methode des radikalen Hinterfragens kann uns im Zeitalter des Anthropozäns helfen, globale Krisen besser zu verstehen. Anhand zahlreicher Quellen beleuchtet Fynn Ole Engler Einsteins Überlegungen zu Pazifismus, Politik, Ethik und Religion.
Sie haben uns bis heute viel über die Kunst eines Denkens zu sagen, das scheinbar Getrenntes miteinander verbindet. Fynn Ole Engler arbeitet als Wissenschaftsphilosoph am Institut für Philosophie der Universität Rostock. Von 2006 bis 2024 forschte er am Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte in Berlin.
Seine Arbeit verbindet Wissenschaftsphilosophie, Ideengeschichte und Gegenwartsdiagnose. Bei Matthes & Seitz erschienen „Gespaltene Vernunft. Vom Ende eines Dialogs zwischen Wissenschaft und Philosophie“, gemeinsam mit Jürgen Renn, „Unsichere Gewissheiten“ sowie, ebenfalls mit Jürgen Renn, „Lebenskollektive: Bündnisse im Anthropozän“
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Route planen / In Google Maps öffnenZuletzt abgerufen: 28.10.2026, 06:40
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