
GratisZwischen Nähe und Verschweigen – eine interdisziplinäre Ausstellung
Die Ausstellung eröffnet einen Dialog zwischen zwei gegensätzlichen Polen menschlicher Erfahrung: dem Intimsten und dem Verborgenen.
Im Zentrum stehen Handskulpturen – Abgüsse, die nichts beschönigen und nichts verstecken. Die Hand gilt als eines der persönlichsten, unmittelbarsten Ausdrucksmittel des Menschen: Sie berührt, formt, hält fest, lässt los. In ihren Linien, Falten und Narben trägt sie eine unverwechselbare Biografie – ein stilles, ehrliches Selbstporträt, das keiner Worte bedarf.
Dem gegenüber stehen verhüllte Figuren und Objekte: Gestalten und Gegenstände, die bewusst der Sichtbarkeit entzogen werden. Sie stehen sinnbildlich für all das, worüber man lieber schweigt – für das Unausgesprochene, Verdrängte, manchmal auch schlicht Unbequeme des Alltags. Als bewusst banale, fast beiläufige Metapher dient dabei das Verschimmelte im eigenen Kühlschrank: ein kleines, allzu menschliches Versäumnis, das niemand gerne zeigt, das aber in seiner Beiläufigkeit viel über unseren Umgang mit dem Unperfekten verrät.
Zwischen diesen beiden Polen – der schonungslosen Offenheit der Hand und der bewussten Verhüllung – entfaltet die Ausstellung ein Spannungsfeld, das zum Nachdenken über die eigene Bereitschaft zur Sichtbarkeit einlädt: Was zeigen wir freiwillig? Was verbergen wir – und warum?
Zuletzt abgerufen: 12.09.2026, 08:36
Wir versuchen, möglichst viele Events für dich zu finden. Sollte sich ein Fehler eingeschlichen haben, melde uns die Korrektur hier.
Wir schicken dir die besten Kunst & Ausstellungen in Köln — jede Woche, kostenlos.
Mit der Anmeldung bestätigst du unsere Datenschutzhinweise. Abmeldung jederzeit mit einem Klick.










