
FreeKhadidiatou Bangoura von KHARABA & GUESTS tanzt zu deutschsprachigen Songs - als Infragestellung unserer Vorurteile, dem ‘Deutschsein’
Wenn fremdbestimmt wird, wer aufgrund von Identitätsmerkmalen zu einer Gemeinschaft gehört, entstehen gesellschaftliche Risse, die einer friedlichen Koexistenz und Solidarität im Weg stehen. In “SOUL STORM” tanzt Khadidiatou Bangoura von KHARABA & GUESTS zu deutschsprachigen Songs - als Infragestellung unserer Vorurteile, dem ‘Deutschsein’ und unserer Beziehung zu Deutschland. Von Hildegard Knef, Vicky Leandros oder Fasia Jansen bis hinüber zu Joy Denalane, Samy Deluxe, Grenzkontrolle oder Ebow - “SOUL STORM” präsentiert eine Auswahl aus dem deutschsprachigen Musikkatalog und fragt dabei: wer und was gilt für wen als Deutsch? Erwartungen und Annahmen werden überprüft, wobei eingeladen wird, darüber zu reflektieren, wem das ‘Deutschsein’ wieso abgesprochen wird - und wem nicht. Gleichzeitig werden Möglichkeiten eines ‘Reclaimings’ und neuer Auslegungen deutscher Identität erprobt: für mehr Anerkennung und Akzeptanz vielfältiger Seinsmöglichkeiten und unterschiedlicher Lebensrealitäten.
Im Kontext des spürbaren politischen Rechtsrucks, der unter anderem (deutsche) Menschen mit Migrationshintergrund darüber nachdenken lässt, Deutschland zu verlassen, dient in ‘SOUL STORM’ die physische Auseinandersetzung der mentalen und emotionalen Auslotung unserer gegenwärtigen Gemütslage: Wie steht es um das Wohlbefinden der "Seele" Deutschlands?
ÜBER DAS
TEAM
Konzept & Choreografie Khadidiatou Bangoura
Tanz / Performance Khadidiatou Bangoura
Sounddesign Zen Jefferson
Kostüme Douakro Kante
Licht & Technik Sascha Görg
Künstlerische Beratung / Dramaturgie / Outside Eye Horacio Macuacua
Produktionsassistenz Lisa Hellmich
Grafikdesign Pressefoto Melina Koulia
Khadidiatou Bangoura
ist Tänzerin, Choreografin und Leiterin von KHARABA & GUESTS. Sie stammt aus Guinea und Liberia, ist in Frankreich geboren und in Deutschland aufgewachsen. Sie studierte Internationale Beziehungen, Entwicklungsstudien und Afrikanistik in London. Tanz studierte sie bei Danceworks Berlin und im Tictac Art Centre in Brüssel. Sie untersucht über den Tanz unsere Beziehungen zu uns selbst, zueinander und zur Umwelt; für neue Narrative und mehr Selbstreflexion. Zu ihren Werken zählen „FÜHL DIE WELT DURCH MEINE HAUT: Observations on everyday racism“, LIFE IS A JUNGLE: eine Tanzperformance für blindes, sehbehindertes und sehendes Publikum“sowie PINKE PINKE: eine poetische Reflexion über Geld ab 8 Jahren. Seit 2024 bietet sie den inklusiven Workshop „DANCE TO THE MUSIC“ und das Improvisations-Format „PLAYTIME“ an. 2024 war sie künstlerische Ko-Leitung des Sommerblut Kulturfestivals, wurde 2025 Beiratsmitglied des FAVORITEN Festivals und 2026 Stipendiatin des KunstSalons.
Last retrieved: Sep 10, 2026, 8:21 PM
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